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| Anonym: Edda |
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Ob die Asen sollten Untreue strafen, 28
Gebrochen war der Burgwall den Asen,Schlachtkundge Wanen stampften das Feld. 29
Da gingen die Berather zu den Richterstühlen,Hochheilge Götter hielten Rath, 30
Von Zorn bezwungen zögerte Thôr nicht,Er säumt selten wo er Solches vernimmt: 31
Ich weiß Heimdalls27 Horn verborgenUnter dem himmelhohen heiligen Baum. 32
Östlich saß die Alte im EisengebüschUnd fütterte dort Fenrirs Geschlecht. 33
Ihn mästet das Mark gefällter Männer,Der Seligen Saal besudelt das Blut. 34
Da saß am Hügel und schlug die HarfeDer Riesin Hüter, der heitre Egdir. |
Karl Simrock (Hrsg.): Die Edda, die ältere und jüngere, nebst den mythischen Erzählungen der Skalda, 6. Aufl., Stuttgart 1876, Seite 7. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Edda_(1876).djvu/015&oldid=941431 (Version vom 17.12.2009)