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| Anonym: Edda |
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Da sprach Herborg, die Hunenkönigin:„Ich habe von herberm Harm zu sagen: 7
„Über Vater und Mutter und vier BrüderHaben Wind und Wellen gespielt: 8
„Selbst die Bestattung besorgen must ich,Die Holzhürde selber zur Helfahrt schlichten. 9
„Dann kam ich in Haft als HeergefangneNoch vor dem Schluß desselben Halbjahrs. 10
„Sie drohte mir immer aus Eifersucht,Wozu sie mit harten Hieben mich schlug. 11
Doch Gudrun konnte vor Gram nicht weinen,So trug sie Trauer um den Tod des Gemahls, 12
Da sprach Gullrönd, Giukis Tochter:„Wenig weist du, Pflegerin, ob weise sonst, 13
Sie schwang den Schleier von Sigurd nieder,Und wandte ihm die Wange zu des Weibes Schooß. 14
Auf sah Gudrun einmal nur,Sah des Helden Haar erharscht vom Blute, |
Empfohlene Zitierweise:
Karl Simrock (Hrsg.): Die Edda, die ältere und jüngere, nebst den mythischen Erzählungen der Skalda, 6. Aufl., Stuttgart 1876. Seite 204. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Edda_(1876).djvu/212&oldid=935272 (Version vom 11.12.2009)