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Plautsack und der blonde Postassistent konnten nur immer wieder staunend die Köpfe schütteln. Wie kaltblütig Blenkner davon erzählte, daß er draußen von Leiche zu Leiche gekrochen sei und daß er mit unendlicher Geduld beim unsicheren Sternenschein aus den Trümmerhaufen der Flugzeuge das geborgen habe, was ihm des Fortschaffens wert erschien. Dabei fehlte seinem Bericht jede Spur von Großsprecherei. Und Balder gab nachher nur seiner und seines dicken Freundes ehrlichen Überzeugung Ausdruck, als er sagte: „Kamerad – was wäre wohl ohne Dich hier unten aus uns beiden ungeschickten und unpraktischen Menschen geworden …! Man sieht – was nützen einem die Lebenserfahrungen vieler Jahre, wenn man sie nicht anzuwenden weiß …! Du hast sofort das Richtige herausgefunden und zu unserem Besten mit eigener Lebensgefahr durchgeführt …!“ Blenkner lächelte schon wieder ganz sorglos, wehrte diese seiner Ansicht nach viel zu überschwengliche Anerkennung bescheiden ab und erklärte dann, er wolle diese Nacht noch zu einem zweiten Ausflug in die Schlucht benutzen. |
W. Belka: Die Höhlen von Saint-Pierre. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 22. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_H%C3%B6hlen_von_Saint-Pierre.pdf/23&oldid=1826579 (Version vom 13.06.2012)