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Vorwort.

Als Handbuch der deutschen Volkssage soll die vorliegende Zusammenstellung in kurzer übersichtlicher Form das für weitere Kreise Wissenswerteste aus dem reichen Schatze der deutschen Volkssage nach ihrem tieferen Inhalt und ihrer inneren Bedeutung bringen. Dabei konnte manches nur abrißartig gegeben werden, doch ist durch Einflechtung zahlreicher Beispiele eine lebhaftere Anschaulichkeit zu geben versucht worden. Die eingehendere Forschung muß für die weiteren Belege und sachlichen Unterlagen auf die zahlreichen Einzeluntersuchungen über die verschiedenen Gebiete der deutschen Sage und auf die Sagensammlungen selbst verwiesen werden; dies bezwecken die reichen Literaturangaben, die in solchem Umfange bisher noch nicht gebracht worden sind. Die noch vorhandenen Lücken erklären sich durch die dem Umfang des Buches gesteckten Grenzen.

Möchten diese Ausführungen an ihrem Teile dazu beitragen, der deutschen Volkssage, jenem wertvollen Erbstück nationaler Überlieferung, die von altersgrauer Vorzeit an bis in unsere Tage hinein ihre unzähligen geheimnisvollen Fäden zum wunderbaren Gewebe gesponnen hat, viele neue Freunde zuzuführen, und damit auch unserer rastlos und unaufhaltsam vorwärts strebenden deutschen Volkskunde!

Empfohlene Zitierweise:

Karl Wehrhan: Die Sage. Wilhelm Heims, Leipzig 1908, Seite III. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Sage-Karl_Wehrhan-1908.djvu/3&oldid=1073655 (Version vom 13.04.2010)