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Unter einem Vorwand unterbrachen die drei also in Aden ihre Reise und trafen alle Vorbereitungen zu einer Reise ins Innere Arabiens, wobei sie jedoch wohlweislich ihre wahren Absichten verschwiegen und so taten, als ob sie nur einen Ritt durch die Wüste nach den heiligen Stätten des Islam, Mekka und Medina, unternehmen wollten. Trotz aller Vorsicht erregten sie aber doch den Argwohn der englischen Behörden in Aden, die wohl vermuteten, daß die drei nichts als Vertreter einer deutschen Firma seien und den Zweck verfolgten, hier an der Südwestküste Arabiens neue Handelsbeziehungen anzuknüpfen. Ein sehr harmlos tuender, aalglatter Brite namens Beestkrat hatte sich an sie herangeschlängelt, suchte sie auszuhorchen und spielte dabei den allzeit Gefälligen, wurde aber von den Freunden bald durchschaut und von dem roten Knirps, der ihm in Gerissenheit weit über war, so schön „eingewickelt“, daß Master Beestkrat eines Tages zu seinem Ärger feststellen mußte, daß die drei aus Aden spurlos verschwunden waren. Erst nach langem Herumfragen konnte er herausbringen, wohin die Karawane der Deutschen sich gewandt hatte. |
W. Belka: Die Schlucht in der Wüste. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 7. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Schlucht_in_der_W%C3%BCste.pdf/8&oldid=1832427 (Version vom 24.06.2012)