Seite:Die araner mundart.djvu/30

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3. ē.

§ 17. Der buchstabe ē bezeichnet den im deutschen „see, meer“ vorliegenden langen, geschlossenen vokal (Vietor § 52).

§ 18. ē vertritt in den meisten fällen air. bzw. mir. ē sowohl vor palatalisierten wie vor indifferenten konsonanten. Beispiele sind: ȧfēl ȧfēr afēləx (vgl. II 256, 10) „bedauern, bedauernd“, mir. méla; bēr-, ȷēr-, vēr-, futurstamm zu beŕĭm „trage“, ȷerĭm „sage“, verĭm „gebe“, air. bēr- (vgl. Z.-E. 451-454, 475); bēl „mund“, air. bél; bērlə „englische sprache“, air. bélre bélra; bēs bēsə „sitte“ (vgl. II, 262, 26), air. bés; blēn „schamleiste“, mir. blén; bŕēg „lüge“, bŕēgān „spielzeug“, bŕēgəx „lügnerisch“, air. bréc; bŕēn „stinkend“, mir. brén; ȷē, gen. s. zu ȷiə „gott“, air. dé; ȷēg „zehn“, air. déc; ȷēlāl „engl. dealing“, mengl. delen, aengl. dǣlan; ȷēnĭm (häufiger ȷīnĭm) „thue, mache“, air. dénim; ȷŕēmŕə „leiter“, mir. dréimm; ēd „eifersucht“, air. ét; ēdāl „beute, fang, gewinn“, mir. étail; ēdəx „kleid, anzug“, air. étach; ēdn̥ „gesicht“, air. étan; ē, negativpräfix, air. é aus an vor s t k p: ēdoln̥ „unerträglich“, mir. étualang; ēdrm̥ „leicht“, air. étrom; ēdrōkəŕəx „unbarmherzig“, mir. étrócar; ēkrāv „ungläubigkeit“, kymr. annghreffydd (kymr. creffydd = air. crabud); ēkrāfəx „ungläubig“, mir. écraibdech; ēskə „leicht“, mir. escid escaid (vgl. šḱī); ēg „tod“, air. éc; ēgȳn „wehklagen“, mir. écaine; ēǵn̥ „gewalt, zwang“, air. écen; ēn „vogel“, air. én; ēŕń̥ „Irland“, air. Érenn; ēšḱ gen. sing. u. nom. pl. zu iəsk „fisch“, air. éisc; ēšcəxt „horchen“, air. éitsecht; ēšcĭm „horche, höre zu“, air. étsim; „gebühr, bezahlung“, mengl. fee; fēdĭm „kann“, mir. fétaim; fēȷŕ̥ „möglich“, mir. fétir; fēlə „fest, festtag“, air. féil; fēn (neben hēn pēn) „selbst“, air. féin; fēr „gras, rasen“, air. fér; ǵē „gans“, mir. géd; ǵēg ǵēgān „ast, zweig“, mir. géc; ǵēr „scharf, sauer“, air. gér; ǵlē „eiweiss“, air. glé; ǵlēs „kleid, instrument“ (vgl. II 275, 25); ǵlēsĭm „bekleide, bereite“, mir. glés; gŕēsī „schuhmacher“, mir. gréss; ǵŕēnə gen. sing. zu ǵŕiən „sonne“, air. gréine; hŕēš „nach“, aus *har ēš air. éis; ḱēd „hundert“, air. cét; ḱēxtə (vgl. II 284, 2) „pflug“, mir. cécht; ḱēlə „genosse“, air. céle; ḱēĺə ḱēĺ, gen. dat. sing. zu ḱiəl̄ „verstand“, air. céille céill; ḱēm køšḱēm „schritt“, air. céimm; ḱēnə ḱēn̄ə „derselbe“, air. cétna; ḱērd

Empfohlene Zitierweise:

Franz Nikolaus Finck: Die araner mundart. N. G. Elwert’sche Verlagsbuchhandlung, Marburg 1899, Seite 14. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_araner_mundart.djvu/30&oldid=1540235 (Version vom 23.04.2011)