Seite:Die araner mundart.djvu/39

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der katze“, mir. catt; klan̄ (neben klȧn̄) „nachkommenschaft“, air. cland; knapə „knopf“ (Molloy 34: cnaipe), mir. cnapp (aisl. knappr, mengl. knap); l̄ag „schlaff“, l̄agə „ohnmacht“, mir. lac; l̄axə „ente“, mir. lacha; l̄an̄ə „schuppe“, mir. lann land; l̄asŕ̥ „blitz“, mir. lassair; madrə „hund“, mir. madrad; mak „sohn“, air. macc; maxə „weide“, mir. macha; maxəŕə „ebene, weide“, mir. machaire; mal̄īm „verfluche“, mal̄əxt „fluch“, air. maldacht; malə „augenbraue“, air. mala; malrəȷ „wechsel“, air. malairt; mant „zahnlücke“, mantəx „zahnlos“, mir. mant mantach; mar „wie“, mir. mar, air. immar; marəgə „markt“, mir. marggad (mengl. market); marəv „tot“, air. marb; markēxt „reiten“, air. marc; n̄ax „und nicht“, mir. nach; savn̥ „november“, mir. samuin samain samfhuin; savrə (neben sąvrə) „sommer“ mir. samrad; skalep „spalt, kluft“, mir. scalp; skawōgī „lungen“ mir. scaman; sl̄at „rute, stab“, mir. slat slatt; taxtə „ersticken“, taxtĭm „ersticke“, air. tachtad; talə „boden, grund“, air. talam; tanī „dünn“, mir. tanaide, air. tana; tapə „schnell“, mir. tapad; tarəhr̥ „bohrer“, mir. tarathar; tarəv „stier“, mir. tarb; tarsə (vgl. II 293, 17) „schwelle“, mir. tarsnu; tart „durst“, tartəv tartwr̥ „durstig“, air. tart.

§ 39. In einigen wörtern erscheint regelmässig a als vertreter eines alten o vor indifferentem konsonanten (vgl. § 98), z. b. in axr̥ „entfernung“, mir. ochar; badrālcə „zudringlich“, engl. bother; balə „geruch“, air. bolad; agm̥ agət agń̥ agī akəb „bei mir, bei dir etc.“, air. acum ocut ocainni ocaib; fad „länge“, fadə „lang“, air. fot fota; falə „groll“, mir. fola; faskə „obdach“, air. foscad; kablēre „flickschuster“, engl. cobbler; kafə „kaffee“, engl. coffee; kasīȷ „klage“, mir. casáit, air. cossóit; tarvə „vorteil“, tarəvəx „vorteilhaft“, air.; tarbe torbe, mir. torbach.

§ 40. Nur in vereinzelten fällen ist a auf andere laute zurückzuführen. In anm̥ „seele“ entspricht es einem air. a vor palatalisirtem konsonanten (air. anim), in abŕ̥ „sprich“, abrīt etc. zu air. epiur, und in raxə „werde gehn“, mir. ragat, air. doreg, liegt e zu grunde.

Empfohlene Zitierweise:

Franz Nikolaus Finck: Die araner mundart. N. G. Elwert’sche Verlagsbuchhandlung, Marburg 1899, Seite 23. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_araner_mundart.djvu/39&oldid=1540533 (Version vom 24.04.2011)