Seite:Die erzwungene Heirath-Molière-Baudissin-1866.djvu/25

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Sganarelle. Ich will ja nur .....

Pancratius. Keine Abschweifung! Keine Umschreibung! –

(Sganarelle hebt in seinem Aerger Steine auf, um sie dem Doctor an den Kopf zu werfen.)

Pancratius. Wie! – Ihr ereifert Euch, statt Euch zu erklären? Geht, Ihr seid noch unverschämter als jener Andre, der da behaupten wollte, man müsse sagen: die Form eines Huts; und ich will Euch an jedem Ort und zu jeder Zeit mit demonstrativen und zwingenden Gründen durch argumenta in Barbara beweisen, daß Ihr nichts seid, und auch nie etwas andres sein werdet, als ein Esel; daß ich aber bin und immer bleiben werde in utroque jure doctor Pancratius.

Sganarelle. Schwatze Du und der Teufel! –

Pancratius (kommt wieder auf’s Theater). Schriftsteller und Gelehrter, –

Sganarelle. Noch einmal? –

Pancratius. Ein Mann von Gewicht, ein Mann von Capacität, (im Weggehn) ein Mann, der in allen natürlichen, moralischen und politischen Wissenschaften perfekt ist; (wieder kommend) ein gelehrter, durch und durch gelehrter Mann, gelehrt per omnes modos et casus; (im Weggehn) ein Mann, der in superlatiro gradu bewandert ist im Gebiet der Fabel, der Mythologie und Geschichte; (wieder kommend) Grammatik, Poesie, Rhetorik, Dialektik und Sophistik; (weggehend) Mathematik, Arithmetik, Optik, Onirokritik und Physik; (wieder kommend) Cosmometrie, Geometrie,

Empfohlene Zitierweise:

Molière übersetzt von Wolf Graf von Baudissin: Die erzwungene Heirath. S. Hirzel, Leipzig 1866, Seite 329. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_erzwungene_Heirath-Moli%C3%A8re-Baudissin-1866.djvu/25&oldid=1852107 (Version vom 26.07.2012)