Seite:Die erzwungene Heirath-Molière-Baudissin-1866.djvu/30

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Marphurius. Au, au, au!

Sganarelle. Da hast Du die Bezahlung für deinen Galimathias und nun bin ich zufrieden.

Marphurius. Welche Frechheit! Mich so zu insultiren! einen Philosophen wie ich bin zu schlagen! –

Sganarelle. Ihr solltet, wenn’s Euch gefällig wäre, Euch besser ausdrücken. Man soll an Allem zweifeln; darum dürft Ihr nicht sagen, ich habe Schläge bekommen, sondern es scheint mir, als ob ich Schläge von Euch bekommen hätte.

Marphurius. Ich werde eine Klage beim Viertels-Commissair einreichen.

Sganarelle. Dafür bin ich nicht verantwortlich.

Marphurius. Ich trage die sichtlichen Spuren auf dem Rücken.

Sganarelle. Es kann sein.

Marphurius. Du bist es, der mich so zugerichtet hat.

Sganarelle. Das ist nicht unmöglich.

Marphurius. Ich werde einen Verhaftsbefehl gegen Dich auswirken.

Sganarelle. Davon weiß ich nichts.

Marphurius. Und Du wirst in Strafe condemnirt werden.

Empfohlene Zitierweise:

Molière übersetzt von Wolf Graf von Baudissin: Die erzwungene Heirath. S. Hirzel, Leipzig 1866, Seite 334. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_erzwungene_Heirath-Moli%C3%A8re-Baudissin-1866.djvu/30&oldid=1852113 (Version vom 26.07.2012)