Seite:Die erzwungene Heirath-Molière-Baudissin-1866.djvu/32

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Sganarelle. Seht, da sind sie beide, und in jeder, was Ihr verlangt.

Erste Zigeunerin. Du hast eine gute Physiognomie, mein guter Herr, eine gute Physiognomie.

Zweite Zigeunerin. Ja, eine gute Physiognomie; die Physiognomie von Jemand, der mit der Zeit noch etwas werden wird.

Erste Zigeunerin. Du wirst nächstens heirathen, mein guter Herr, Du wirst bald heirathen.

Zweite Zigeunerin. Du wirst eine charmante Frau heimführen, eine charmante Frau.

Erste Zigeunerin. Ja, eine Frau, die von aller Welt geliebt und auf den Händen getragen werden wird.

Zweite Zigeunerin. Eine Frau, die Dir viele Freunde verschaffen wird, mein guter Herr, die Dir viele Freunde verschaffen wird.

Erste Zigeunerin. Eine Frau, die Dir großen Ueberfluß in’s Haus bringen wird.

Zweite Zigeunerin. Eine Frau, die Dir zu großem Ruhme verhelfen wird.

Erste Zigeunerin. Du wirst ihretwegen zu Ansehen kommen, mein guter Herr; zu Ansehen wirst Du kommen.

Sganarelle. Das ist Alles sehr schön. Aber sagt mir noch Eins: Habe ich nicht vielleicht Hörner zu fürchten? –

Empfohlene Zitierweise:

Molière übersetzt von Wolf Graf von Baudissin: Die erzwungene Heirath. S. Hirzel, Leipzig 1866, Seite 336. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_erzwungene_Heirath-Moli%C3%A8re-Baudissin-1866.djvu/32&oldid=1852115 (Version vom 26.07.2012)