Seite:Die erzwungene Heirath-Molière-Baudissin-1866.djvu/34

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was man nur wünscht. Aber meiner Treu’, ich glaube, den Gang zum Zauberer kann ich mir ersparen: hier kommt ein Paar, das mir Alles zeigen wird, was ich wissen will.


Zwölfte Scene.
Dorimene. Lycaste. Sganarelle, der sich im Hintergrunde verbirgt.

Lycaste. Wie, schöne Dorimene, sprecht Ihr wirklich ohne Scherz?

Dorimene. Ohne Scherz.

Lycaste. Ihr wollt in allem Ernst heirathen?

Dorimene. In allem Ernst.

Lycaste. Und schon heut Abend soll die Hochzeit sein?

Dorimene. Schon heut Abend.

Lycaste. Und so könnt Ihr also, o grausame Schöne, meine Liebe zu Euch, und die freundlichen Versicherungen, die Ihr mir gegeben habt, so völlig vergessen? –

Dorimene. Ich? Ganz und gar nicht. Ihr seid mir noch, was Ihr mir immer gewesen seid, und diese Heirath braucht Euch nicht zu beunruhigen; ich nehme ja den Menschen nicht aus Liebe, sondern nur seines Geldes wegen zum Manne. Ich habe kein Vermögen,

Empfohlene Zitierweise:

Molière übersetzt von Wolf Graf von Baudissin: Die erzwungene Heirath. S. Hirzel, Leipzig 1866, Seite 338. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_erzwungene_Heirath-Moli%C3%A8re-Baudissin-1866.djvu/34&oldid=1852117 (Version vom 26.07.2012)