Seite:Die erzwungene Heirath-Molière-Baudissin-1866.djvu/6

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Geronimo. Ei! Sagt mir doch einmal, ich bitte, wie alt war’t Ihr, als ich Eure Bekanntschaft machte? –

Sganarelle. Meiner Treu’, da werde ich etwa zwanzig Jahre gewesen sein.

Geronimo. Wie lange waren wir dann in Rom zusammen? –

Sganarelle. Acht Jahre.

Geronimo. Wie lange seid Ihr in England gewesen? –

Sganarelle. Sieben Jahr.

Geronimo. Und in Holland, wo Ihr Euch hernach aufhieltet? –

Sganarelle. Fünf und ein halbes Jahr.

Geronimo. Und seit wann seid Ihr wieder zurückgekehrt? –

Sganarelle. Seit Anno sechs und fünfzig.

Geronimo. Von sechs und fünfzig bis acht und sechzig sind, denke ich, zwölf Jahre. Fünf Jahre in Holland, macht siebzehn; sieben in England, macht vier und zwanzig; acht während wir in Rom waren, zwei und dreißig; und zwanzig, die Ihr zähltet als wir uns kennen lernten, machen Alles in Allem genau zwei und fünfzig. Woraus folgt, Herr Sganarelle, daß Ihr nach Eurem eigenen Geständniß in Eurem zwei und fünfzigsten oder drei und fünfzigsten Jahre steht.

Empfohlene Zitierweise:

Molière übersetzt von Wolf Graf von Baudissin: Die erzwungene Heirath. S. Hirzel, Leipzig 1866, Seite 310. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_erzwungene_Heirath-Moli%C3%A8re-Baudissin-1866.djvu/6&oldid=1852133 (Version vom 26.07.2012)