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| Jonathan Swift übersetzt von Franz Kottenkamp: Ein bescheidener Vorschlag im Sinne von Nationalökonomen, wie Kinder armer Leute zum Wohle des Staates am Besten benutzt werden können. |
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Niemand spreche mir von den erwähnten und ähnlichen Hülfsmitteln, bis er Grund zur Hoffnung besitzt, sie wirklich ins Werk zu setzen; ich selbst habe mich früher mit solchen Entwürfen abgegeben, bis ich endlich an dem Erfolg gänzlich verzweifelte und glücklicher Weise auf den dargelegten Gedanken gerieth; derselbe ist durchaus neu, praktisch und solide, verursacht wenig Kosten und geringe Unruhe und wird sogar diejenigen nicht verdrießlich machen, welche unser ganzes Volk ohne den Vorschlag gerne verspeisen möchten. Uebrigens bin ich nicht so hartnäckig auf meine eigene Meinung versessen, daß ich alle von weisen Männern gemachten Vorschläge verwerfen sollte, welche man in gleicher Weise als unschuldig, wohlfeil, leicht und wirksam erkennen würde. Bevor jedoch irgend etwas Besseres, wie mein Entwurf, vorgebracht wird, bitte ich die Staatsmänner, vorher zwei Dinge zu überlegen: Erstlich, wie sie wohl bei der jetzigen Lage der Dinge Nahrung und Kleider für hunderttausend nutzlose Mäuler und Leiber finden werden. Zweitens, da sich eine runde Million von Geschöpfen menschlicher Gestalt in diesem Königreiche befindet, deren Existenzmittel in ein gemeinsames Kapital zusammengeworfen, eine Schuldenmasse |
Jonathan Swift übersetzt von Franz Kottenkamp: Ein bescheidener Vorschlag im Sinne von Nationalökonomen, wie Kinder armer Leute zum Wohle des Staates am Besten benutzt werden können.. Scheible, Rieger & Sattler, Stuttgart 1844, Seite 41. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Ein_bescheidener_Vorschlag-Swift-1844.djvu/13&oldid=1086999 (Version vom 26.04.2010)