Seite:Einfluss der Erdbewegung (Bucherer).djvu/12

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Und der Mittelwert hiervon während einer vollen Periode ist:

U=\frac{a^{2}n^{4}}{8\pi v^{2}r_{0}^{2}}\left(1+\frac{p}{v}\right)^{2}.

Folglich ist die Energiemenge, welche in der Zeiteinheit durch eine senkrecht zur Strahlenrichtung stehende, in Bezug auf den Äther ruhende Fläche ω' strömt:

Uv\omega'=\frac{a^{2}n^{4}}{8\pi vr_{0}^{2}}\left(1+\frac{p}{v}\right)^{2}\omega'.

Der Ausdruck Uv stellt die Intensität der Strahlung für einen im Äther ruhenden Beobachter dar.

Nach Lorentz ändert sich nun die von einem schwarzen Körper aufgenommene Energie, wenn ihm dieselbe Bewegung erteilt wird, wie der Lichtquelle.

Bucherer1903c.png

Bedeutet in der Figur A eine irdische Lichtquelle, ω' die im Äther ruhende Bodenfläche des Zylinders C, und ω die an der Erdbewegung teilnehmende Fläche, so wird, wenn die Bewegungsrichtung ist, der Energieinhalt des Zylinders zunehmen, und zwar um den Betrag

p U \omega

in der Zeiteinheit. Um diesen Betrag verringert sich die von ω aufgenommene Energie. Ferner verringert sich letztere infolge der von der Druckkraft der Strahlung geleisteten Arbeit. Die auf die Fläche ω wirkende Kraft ist:

U \omega.

Daher ist die Arbeit dieser Kraft in der Zeiteinheit:

U \omega p.

Im ganzen wird daher von ω absorbiert:

U v \omega - 2 U p \omega.

Setzt man den Wert von U ein und vernachlässigt p²/v², so erhält man den Wert für die Intensität irdischer Lichtquellen:

\frac{a^{2}n^{4}}{8\pi vr_{0}^{2}}.

Die Intensität wird also nicht beeinflußt durch die Erdbewegung.