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O du allmächtige Hülflosigkeit! du wehrlose, vor der alle Kraft des Starken sich auflöst in einen Strom des Erbarmens! „Sprich,“ flüsterte Paul, „sprich nur ein Wort – oder weine Kindchen! weine – ich bitte Dich …“ Sie bleibt still, stumm, leblos … Athmet sie denn? In namenloser Spannung hält er seinen Athem an, um dem ihren besser zu lauschen – – da läßt sich im Nebenzimmer das Trippeln kleiner emsiger Schritte vernehmen, das Gebimmel einer winzigen Schelle … Mariechen horcht plötzlich auf, an der Thür wird ein Kratzen laut, gebieterisch Einlaß heischend – und das Kind erhebt den Kopf, ein schwaches Roth tritt auf seine Wangen, es schlägt freudig die Händchen zusammen und – „Kitty!“ ruft es aufjauchzend. Paul öffnete die Thür, und an ihm vorbei schoß ein zottiges Hündchen und sprang mit lautem Gebelle auf das kleine Mädchen zu. Es umhüpfte sie, leckte ihr die Hände |
Marie von Ebner-Eschenbach: Nach dem Tode. In: Erzählungen. Berlin: Gebrüder Paetel, 1893, Seite 393. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Erz%C3%A4hlungen_von_Marie_von_Ebner-Eschenbach.djvu/399&oldid=1033583 (Version vom 28.02.2010)