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Ein wertvolles, eingehendes Verzeichnis der dänischen und anderen skandinavischen aus der mündlicher Überlieferung geschöpften Sammlungen der Volkspoesie hat J. A. Lundell in H. Paul’s Grundriss der germanischen Philologie (II 1909, S. 1136–1177) veröffentlicht. Die isländischen Märchen werden durch eine der allerwertvollsten Märchenveröffentlichungen repräsentiert, die der Forscher zu seiner Benutzung bekommen kann, Adeline Rittershaus, Die neuisländischen Volksmärchen (1902). Bei der Abfassung des Werkes – es enthält 127 Nummern Märchen, Schwänke und den Märchen nahe stehende Erzählungen – sind zum grössten Teil handschriftlich erhaltene Aufzeichnungen benutzt worden. Mitunter werden auch zwei isländische Varianten des Märchens wiedergegeben. Der Ursprung jeder Aufzeichnung ist genau erwähnt. In den an die Märchen geknüpften Anmerkungen, zu deren Verfassung 50 Werke benutzt worden sind, werden die Varianten nicht nur aufgezählt, sondern auch ihr Inhalt in den Hauptzügen referiert. In der Einleitung ihrer Sammlung legt die Verfasserin ihre Ansichten über den Ursprung der Märchen, über die Aufgaben der Märchenforschung u. a. dar. Ihre Ausführungen sind in meinem Leitfaden der vergleichenden Märchenforschung besprochen worden. Die Sammlung kann man in Bezug auf die isländischen Märchen |
Antti Aarne: Übersicht der Märchenliteratur. Suomalaisen Tiedeakatemian Kustantama, Hamina 1914, Seite 30. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:FFC14.djvu/34&oldid=1709236 (Version vom 29.10.2011)