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Eine neuere indische und zum grossen Teil aus Pañcatantra stammende Fabelsammlung ist Hitopadeça (Die nützliche Unterweisung), die jedoch in der Märchenforschung keine grössere Bedeutung hat. Hitopadeça legt mehr Betonung auf die Sprüche als auf die Erzählungen, deren Anzahl auch kleiner ist. Einen grossen Wert mass Benfey in seinen Forschungen dem indischen Vetâlapañcavinçati bei (Vetâla’s 25 Erzählungen). Die Rahmenerzählung der Sammlung ist anziehend. Dieselbe lässt einen in einem Leichnam steckenden Dämon die Märchen vortragen. Der König Vikramâditya hat die Aufgabe erhalten, den Leichnam vom Friedhofe zu holen, aber als er auf dem Wege der Erzählung des Dämons zuhört und daraufhin eine Bemerkung macht, geht der Leichnam zum Friedhofe zurück. So geht es 25 Mal, und ebenso viele Geschichten erzählt der Dämon. Vom |
Antti Aarne: Übersicht der Märchenliteratur. Suomalaisen Tiedeakatemian Kustantama, Hamina 1914, Seite 3. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:FFC14.djvu/7&oldid=1709499 (Version vom 29.10.2011)