Seite:FFC4.djvu/9

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

des bundes genüge zu leisten. Eine der nächsten fragen ist die der gruppierung der lokalvereine um eine kleinere anzahl zentralstellen. Mit den leitern des Verbandes deutscher vereine für volkskunde, prof. E. Mogk und prof. O. Lauffer, ist darüber verhandelt worden und es kann hoffentlich im nächsten bande von einem erfreulichen resultate berichtet werden. Einzelne deutsche forscher und lokalvereine haben zwar bereits ihren anschluss zum bunde angemeldet. Der ausschuss für deutschböhmische volkskunde hat auf den vorschlag des prof. A. Hauffen beschlossen eine deutsche lokalverwaltung in Prag zu errichten. Prof. R. Wossidlo in Waren ist der erste gewesen, mit welchem die gründung des FF bundes besprochen worden ist. Prof. J. Bolte und prof. M. Roediger haben die gründung einer lokalverwaltung in Berlin übernommen, und dr. A. Wrede in Köln hat sich gütig erboten, für den bund zu wirken. Es ist jedoch einleuchtend, welchen gewinn und welche garantie für das gedeihen des FF bundes der beitritt des Verbandes aller deutscher vereine bedeutet. Ausserdem wird das beispiel ihrer organisation eine gruppierung der lokalvereine in anderen ländern mit sich führen und den bezweckten internationalen austausch von materialien dadurch erleichtern, dass dieselben durch die vermittelung einer beschränkten anzahl zentralstellen erhalten werden können.

Im norden sind ausser den von den gründern des bundes in Kopenhagen, Helsinki (Helsingfors) und Lund organisierten lokalvereinen noch mehrere in aussicht gestellt, deren errichtung besprochen worden ist: mit dr. H. F. Feilberg in Askov, dr. H. Schetelig in Bergen, prof. Moltke Moe und dr. Knut Liestøl in Christiania, prof. J. A. Lundell und dr. Sven Lampa in Upsala, dr. E. Hammarstedt in Stockholm, und dr. A. D. Rudnev in Petersburg. In Kronstadt ist pastor M. I. Eisen mit seiner grossen privatsamlung dem bunde beigetreten und in Dorpat hat die Estnische litteraturgesellschaft auf den vorschlag des dr. O. Kallas eine lokalverwaltung[1] gebildet. Behufs organisation littauischer

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: lokalvervaltung
Empfohlene Zitierweise:

Kaarle Krohn: Erster Bericht über die Tätigkeit des folkloristischen Forscherbundes „FF“. Suomalaisen Tiedeakatemian Toimituksia, Helsinki 1910, Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:FFC4.djvu/9&oldid=1541150 (Version vom 25.04.2011)