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Die zweite bei den Berufungen vorkommende Frage betrifft die Frau. Man geht heute in manchen Fakultäten weniger von der Voraussetzung aus, ob die Hochschule einen hervorragenden Nutzen haben würde, als vielmehr, ob die Gesellschaft und d. h. die Clique oder der Ring der Vermögenden eine wünschenswerthe Bereicherung erhalten werde. Und dazu ist die Frau nothwendig. Es gilt daher als eine bedeutende Empfehlung, wenn die berufene Frau jung, liebenswürdig, schön oder musikalisch ist. Diese Eigenschaften vermögen sogar einen Ersatz für ungenügende Vermögensverhältnisse zu gewähren. Aber auch die Frage nach der wissenschaftlichen Beschaffenheit des einzelnen Gelehrten |
Hans Flach: Der deutsche Professor der Gegenwart. Leipzig 1886, Seite 245. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Flach_Der_deutsche_Professor.djvu/253&oldid=1255936 (Version vom 16.10.2010)