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| Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, Karl Krumbacher, Jacob Wackernagel, Friedrich Leo, Eduard Norden, Franz Skutsch: Die Griechische und Lateinische Literatur und Sprache |
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Zerfall in zahlreiche Dialekte:II. Die Gliederung des Italischen in Dialekte. Die Verteilung einer Volksmasse über eine so ausgedehnte Räumlichkeit wie die Apenninhalbinsel muß – namentlich in Zeiten, wo der Verkehr über keine oder nur primitive Mittel verfügt, wo jeder höhere Gebirgsrücken, jeder breitere Flußlauf den Zusammenhang der Bevölkerung empfindlich unterbricht, und wo keinerlei Schriftsprache der Neigung zum Zerfall entgegenwirkt – zur Spaltung in Dialekte führen. Tatsächlich ist die Anzahl der (noch immer lange vor der historischen Zeit) entwickelten Varietäten der italischen Sprache sehr beträchtlich gewesen. Nicht wenig davon hat Überschwemmung mit späteren sprachfremden Einwanderern hinweggespült, von der unser dritten Abschnitt zu reden haben wird; der Rest ist uns großenteils nur durch eine dürftige inschriftliche Überlieferung bekannt – und doch können wir noch eine Fülle von Spielarten und von Spielarten der Spielarten unterscheiden. Hier muß es genügen, gerade so viel zu sagen, als nötig ist, um dem Lateinischen, der einen dieser Spielarten, den richtigen Platz unter den Geschwistern anzuweisen. Von diesen treten zwei noch für uns besonders kenntlich hervor. Das eine ist die Sprache das Umbrische der Bewohner Umbriens, die wir aus ziemlich umfangreichen Inschriften |
Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, Karl Krumbacher, Jacob Wackernagel, Friedrich Leo, Eduard Norden, Franz Skutsch: Die Griechische und Lateinische Literatur und Sprache. B. G. Teubner, Leipzig 1913, Seite 528. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Griechische_und_Lateinische_Literatur_und_Sprache.djvu/540&oldid=1375567 (Version vom 12.12.2010)