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„O, den – den sehe ich nicht mehr,“ erwiderte Mareile träge. „Aber du sahst ihn doch früher – ganz groß – im Vordergrunde,“ meinte Günther. „Groß!“ wiederholte Mareile nachdenklich, „nein, der war immer schattenhaft, unwirklich.“ „Und doch,“ warf Günther ein. Mareile zuckte die Achseln. „Mein Gott, ja! Er machte euch anderen Opposition, das gefiel mir damals. Und dann, eure Erziehung – dort, – die macht den Körper dumm. Er weiß ja nicht, was er wollen soll … und so.“ Mareile nahm eine Rose aus der Schüssel und spielte mit ihr wie mit einem roten Ball. „Hans Berkow“, fuhr sie sinnend fort, „verstand gut alles, was an mir zu sehen war. Wunderschön fühlte man sich, wenn er einen ansah.“ „Und dann?“ drängte Günther. |
Eduard von Keyserling: Beate und Mareile. S. Fischer, Berlin [1903], Seite 104. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Keyserling_Beate_und_Mareile.djvu/104&oldid=1183829 (Version vom 27.07.2010)