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Am Waldrande standen die Wagen der anderen Herren. Tettau mit zwei Ärzten, der Fürst mit Graf Halke. Ein wenig mißmutig hüllten sie sich in ihre Mäntel, wie Leute, die nicht ausgeschlafen haben. Man begab sich in den Wald. Als die geeignete Stelle gefunden war, begannen die Herren die Entfernung zu messen. Günther saß wartend auf einem Baumstumpf. Vor ihm, auf einer Föhre, hockte ein Eichhörnchen. Das spitze, kleine Gesicht mit den roten Püscheln an den Ohren blinzelte freundlich und ironisch auf Günther nieder. Das machte ihm Spaß. Endlich meldete Sterneck, alles sei bereit. Günther legte seinen Mantel ab. „Der da,“ meinte er, „wird sich wundern, was wir mit unseren Dummheiten bei ihm wollen.“ „Die Eichkatze da?“ fragte Sterneck. „Na, die haben auch ihre Affären. Jeder Kreatur ihre Mensur.“ „Das ist ja ’n Vers!“ |
Eduard von Keyserling: Beate und Mareile. S. Fischer, Berlin [1903], Seite 133. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Keyserling_Beate_und_Mareile.djvu/133&oldid=1183774 (Version vom 27.07.2010)