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„Wollen wir wenigstens singen, wenn wir uns nichts zu sagen haben,“ sagte Günther, der solche Stimmungen nicht liebte: „Also, Verlassen, verlassen –“ Verlassen bin i – Das war das Rechte. Alle sangen mit. Diese Klage tat ihnen wohl. Der See begann zu dampfen; straffgezogene Nebelstreifen hingen über dem Wasser. Rehe, von dem Gesange erschreckt, flohen leidenschaftlich bellend in den Wald. Mareile saß am Rande des Abhanges, die Hände im Schoße gefaltet, die Augen voller Abendschein, und um sie her der Fürst, Remm, Tettau, Berkow. Alle dachten nur an sie, fühlten nur sie. Günther seufzte: „Ach ja, das gehört dazu! ein Mädchen, das uns betrunken macht.“ Warum zählte er nicht auch noch mit! |
Eduard von Keyserling: Beate und Mareile. S. Fischer, Berlin [1903], Seite 44. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Keyserling_Beate_und_Mareile.djvu/44&oldid=1178923 (Version vom 22.07.2010)