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„O nein! Ich fürchte mich nicht.“ „Wollen Sie mit mir heute reiten?“ Günther beugte den Kopf, um Mareile unter den Hut zu sehen. „Sie wollen nicht? Sehn Sie …“ „Doch, warum nicht?“ erwiderte Mareile und lächelte; sie zwang sich zu diesem Lächeln, denn ihre schöne Sicherheit war fort. Günther aber triumphierte. Er schwenkte seinen Hut, rief: „Haio! dann ist ja alles gut!“
Als sie einen Abhang hinabritten, spürten sie den kühlen Hauch des nahen Sees. Da lag er vor ihnen, schwarz und regungslos, eine stumme Trauer. |
Eduard von Keyserling: Beate und Mareile. S. Fischer, Berlin [1903], Seite 97. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Keyserling_Beate_und_Mareile.djvu/97&oldid=1183888 (Version vom 27.07.2010)