Seite:Kurze Topographie und Geschichte der Kreis-Stadt Rothenburg.djvu/18
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| Ludwig August Theodor Holscher: Kurze Topographie und Geschichte der Kreis-Stadt Rothenburg in der Preuß. Ober-Lausitz |
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Es ist sehr wahrscheinlich, daß, vielleicht im zwölften Jahrhundert die anfänglich von Holz erbaute Burg nach und nach von Stein ausgeführt und stärker befestigt worden ist. Auch soll auf Tormersdorfer Gebiete, jenseits des Mühlgrabens, da, wo jetzt der zur Steingutfabrik gehörige Garten ist, eine Burg gestanden haben, von der noch bis zu Ende des vorigen Jahrhunderts Ueberreste zu sehen gewesen sein sollen. Wann, und zu welchem Zwecke, und von wem diese aufgeführt sein mag, ist gleichfalls unbekannt. Sie wurde 1427 im Juni von den Hussiten erobert und zerstört, die von Königgrätz und Jaromier herangezogen waren. Ob sie später wieder aufgebaut wurde, wissen wir nicht; doch ist es nicht wahrscheinlich, indem in der Theiliungsurkunde der Söhne Otto’s von Nostiz vom Jahre 1512 derselben keine Erwähnung geschieht, und sie auch sonst nicht weiter genannt wird. Die eigentliche Burg hat gewiß da gestanden, wo jetzt die Dominialgebäude stehen. Hier war sie von mehreren Seiten durch die steile Anhöhe geschützt, und auf den andern
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Empfohlene Zitierweise:
Ludwig August Theodor Holscher: Kurze Topographie und Geschichte der Kreis-Stadt Rothenburg in der Preuß. Ober-Lausitz. Rothenburg O./L.: Gocksch & Hentschel, 1844. Seite 8. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Kurze_Topographie_und_Geschichte_der_Kreis-Stadt_Rothenburg.djvu/18&oldid=756084 (Version vom 14.7.2009)