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Reihe \Delta
1
2
3
0,1858
0,1838
0,1800

Der schliessliche, aus allen Beobachtungen gezogene Werth von \Delta ist mit Rücksicht auf die Gewichte \Delta = 0{,}1840. Durch Substitution in die Gleichung erhalten wir daraus

x= 0,434 mit einem möglichen Fehler \pm 0,02
\frac{n^{2}-1}{n^{2}}=0{,}437

Der Versuch wurde auch mit Luft gemacht, die sich mit einer Geschwindigkeit von 25 m in der Secunde bewegte. Die Verschiebung betrug ungefähr \tfrac{1}{100} eines Streifens, — ein Betrag, der kleiner ist als der wahrscheinliche Beobachtungsfehler. Der aus \tfrac{n^{2}-1}{n^{2}} berechnete Werth würde 0,0036 sein.

Offenbar sind die Resultate die gleichen für lange und kurze Röhren, für grosse und mässige Geschwindigkeiten. Das Resultat zeigte sich auch unabhängig von einer Aenderung des Azimuths der Streifen, um 90°, 180°, oder 270°. Es ist äuserst unwahrscheinlich, dass dies stattfinden könnte, wenn ein bedeutender constanter Fehler vorhanden wäre, der von einer Verzerrung oder dgl. herrührt.

Das Ergebnis dieser Arbeit ist also, dass das von Fizeau gefundene Resultat im wesentlichen richtig ist, und dass der das Licht fortpflanzende Aether gar nicht beeinflusst wird durch die Bewegung der Materie, welche er durchdringt.

Empfohlene Zitierweise:

Albert Abraham Michelson & Edward Williams Morley: Einfluss der Bewegung des Mittels auf die Geschwindigkeit des Lichtes. Exners Repertorium der Physik, 23, München und Leipzig 1887, Seite 208. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:MichelsonMorleyFizeauDe.djvu/11&oldid=1862523 (Version vom 14.08.2012)