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Im Granth sind mehrere gut geschriebene Compositionen von Tēg Bahādur enthalten, aus denen ein ernster, sogar melancholischer Geist spricht; aber daraus darf man doch nicht voreilig schliessen, dass Tēg Bahādur ein weltentsagender Faqīr gewesen sei, der sich in keine weltlichen Händel gemischt habe. Die Moral der Sikhs war zur damaligen Zeit schon so verwirrt und ihr Hass gegen die Muhammedaner so gross, dass sie Aufruhr gegen die bestehende Regierung und Plünderung der Muhammedaner für ganz erlaubte Dinge hielten. Die Sākhīs, welche Sīrdār Attar Singh, Häuptling von Bhaḍaur und selbst ein Sikh, welcher mit aufgeklärtem Blick der Geschichte seines Volkes und seiner Religion nachforscht, erst kürstlich herausgegeben hat,[2] werfen ein bedeutsames Licht auf die Wanderungen Tēg Bahādur’s und ihren wahren Charakter. Nach der eigenen Sikh Ueberlieferung erscheint er hier keineswegs als ein harmloser, wandernder geistlicher Instructor, sondern an der Spitze von wohl bewaffneten Schülern reitend, die überall für sich und ihre Pferde Requisitionen erheben und soweit es angeht, die muhammedanischen Dörfer
Empfohlene Zitierweise: E. Trumpp: Nanak, der Stifter der Sikh-Religion., München 1876. Seite 36. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Nanak_der_Stifter_der_Sikh-Religion.djvu/40&oldid=918306 (Version vom 24.11.2009) |