Seite:Pole Poppenspäler.djvu/172

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dem Puppenspielerkinde; sie hatte denn doch auch so ihre kleine Neugierde.

     Wie es denn heiße, fragte sie, und ob es denn schon immer so von Stadt zu Stadt gefahren sei? — — Ja, Lisei heiße es — ich hatte das meiner Mutter auch schon oft genug gesagt — aber dies sei seine erste Reis'; drum könne es auch das Hochdeutsch noch nit so völlig firti krieg'n. — — Ob es denn auch zur Schule gegangen sei? — — Freili; es sei scho zur Schul gang'n; aber das Nähen und Stricken habe es von seiner alten Bas' gelernt; die habe auch so a Gärtl g'habt, da drin hätten sie zusammen auf dem Bänkerl gesessen; nun lerne es bei der Mutter, aber die sei gar streng!

     Meine Mutter nickte beifällig. — Wie lange ihre Eltern denn wohl hier verweilen würden? fragte sie das Lisei wieder. — — Ja, das wüßt es nit, das käme auf die Mutter an; doch pflegten sie so ein vier Wochen am Ort zu bleiben. — — Ja, ob's denn auch ein warmes Mäntelchen für die Weiterreise habe? denn so im Oktober würde es schon kalt auf dem offenen Wägelchen. — — Nun, meinte Lisei, ein Mäntelchen

Empfohlene Zitierweise:

Theodor Storm: Pole Poppenspäler. Braunschweig: Geoge Westermann, 1875. Seite 172. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Pole_Poppensp%C3%A4ler.djvu/172&oldid=756488 (Version vom 14.7.2009)

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