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Nimmt man an, daß die in Frage stehende Energie wohl Masse, aber kein Gewicht hat, so würde ein Pendel, dessen Linse einen radioaktiven Stoff enthält oder trägt, langsamer schwingen müssen als ein sonst gleiches Pendel, bei dem der radioaktive Stoff durch einen nicht radioaktiven ersetzt ist. Vor einiger Zeit ist dies von Southerns[1] im Laboratorium J. J. Thomsons untersucht worden. Er kam zu dem Schluß, daß das Verhältnis zwischen Masse und Gewicht bei Uranoxyd und bei Bleioxyd nicht mehr als höchstens 1/200000 verschieden ist. Wenn man annimmt, daß die Energie kein Gewicht hat, so würde dieser Unterschied nach der Schätzung Southerns 1/26000 betragen müssen, so daß diese Versuche tatsächlich dafür sprechen, auch der Energie Gewicht zuzuschreiben. Man kann schließlich fragen: Würde auch die Kraft, mit der ein Körper andere Körper anzieht, bei Vergrößerung seines Energieinhalts, größer werden? In der Gravitationstheorie wird angenommen, daß die von einem Körper ausgehende Gravitation seiner (trägen) Masse proportional ist. Diesen Satz kann man aus der Gleichheit von Wirkung und Gegenwirkung ableiten, wenn man von der Proportionalität der auf einen Körper wirkenden Gravitation mit jener Masse[2] ausgeht; er folgt bis zu einem gewissen Grade auch aus der Übereinstimmung der Werte, die man für die Gravitationskonstante erhalten hat, indem
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Hendrik Antoon Lorentz: Das Relativitätsprinzip. B.G. Teubner, Leipzig und Berlin 1914, Seite 39. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Relativitaetsprinzip_(Lorentz).djvu/41&oldid=1505875 (Version vom 6.03.2011)
-Strahlen, Wärmestrahlen) aus, aus welcher Tatsache man schließen kann, daß eine solche Substanz, solange sie noch nicht zu nahe an ihren Endzustand gekommen ist, eine große Quantität innere Energie enthält, der eine bestimmte Masse entspricht. Wird nun diese Energie in gleichem Maße zum Gewicht beitragen?
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