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Die junge Mutter fiel vor der Großmutter auf die Knie und küßte ihre feinen Hände. Der Enkel sagte: Großmutter, wir wollen den alten Saal ganz umreißen und wieder einen Ziergarten pflanzen; die kleine Barbara ist auch wieder da. Die Frauen sagen ja, sie ist dein Ebenbild; sie soll wieder in der Schaukel sitzen und die Sonne soll wieder auf goldne Kinderlocken scheinen; vielleicht kommt dann auch eines Sommer-Nachmittags der Großvater wieder die kleine chinesische Treppe herab, vielleicht - - Die Großmutter lächelte: Du bist ein Phantast, sagte sie, dein Großvater war es auch. |
Theodor Storm: Sommergeschichten und Lieder. Duncker, Berlin 1851, Seite 13. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Theodor_Storm_Sommergeschichten_und_Lieder.djvu/21&oldid=1183519 (Version vom 27.07.2010)