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Die Herrgottskinder.*

Von oben sieht der Herr darein,
Ihr dürft indeß der Ruhe pflegen;
Er giebt der Arbeit das Gedeihn
Und träuft herab den Himmelssegen.
Und wenn dann in Blüthe die Saaten stehn
So läßt er die Lüftlein darüber gehn,
Auf daß sich die Halme zusammenbeugen
Und frisch aus der Blüthe das Korn erzeugen;
Und hält am Himmel hoch die Sonne,
Daß Alles reife in ihrer Wonne.
Da ständ’ es den Bauern wohl prächtig an,
Das Alles in ihre Scheuern zu laden!
Gott Vater hat auch seinen Theil daran;
Den will er vergaben nach seiner Gnaden.
Da ruft er seine jüngsten Kinderlein;
Die nährt er selbst aus seiner Hand,
Die Rehlein, die Häslein, die Würmlein klein

Empfohlene Zitierweise:

Theodor Storm: Sommergeschichten und Lieder. Duncker, Berlin 1851, Seite 43. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Theodor_Storm_Sommergeschichten_und_Lieder.djvu/51&oldid=1167602 (Version vom 9.07.2010)