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| Emil Pauls: Zauberwesen und Hexenwahn am Niederrhein. In: Beiträge zur Geschichte des Niederrheins, Jahrbuch des Düsseldorfer Geschichtsvereins. 13. Band, 1898. S. 134-242 |
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Erzbischof Ferdinand stand mit seiner Hexenfurcht im Klerus der Erzdiözese nicht allein da. Die unbedeutenden Schriften seiner auf die Verfolgung der Zauberer bedachten Zeitgenossen, des Pfarrers Agricola und des Dechanten von St. Severin in Köln, sind im vorstehenden bereits erwähnt worden. Etwas auffälliger Weise stand auch der bekannte Geschichtsfreund Generalvicar Johann Gelenius[3] auf Seiten des genannten Dechanten. Bei näheren Untersuchungen liesse sich wohl die Zahl solcher Anhänger unter den geistlichen[4] Beratern Ferdinands etwas mehren, aber unzweifelhaft hat damals die grosse Mehrheit des niederrheinischen Klerus den Hexenverfolgungen sich ferngehalten. Hierzu mag als nebensächlich angeführt werden, dass manche Kleriker selbst im Verdacht der Zauberei standen und einzelne sogar als Zauberer verbrannt wurden, während andere der verfolgten Hexen öffentlich sich annahmen. Schwerer wiegt der Umstand, dass in der Litteratur und in den niederrheinischen Hexenprozess-Akten kaum jemals von einer andern als von einer rein seelsorgerischen Thätigkeit der Geistlichen bei der traurigen Verirrung der Rechtspflege die Rede ist. Hätte durchgehends der Klerus in Sachen des Hexenwahns die Furcht des Oberhirten[5] geteilt, so hätte die Zahl der Hexenrichter und
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Emil Pauls: Zauberwesen und Hexenwahn am Niederrhein. In: Beiträge zur Geschichte des Niederrheins, Jahrbuch des Düsseldorfer Geschichtsvereins. 13. Band, 1898. S. 134-242. Düsseldorf: Ed. Lintz, 1898, Seite 221. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zauberwesen_und_Hexenwahn_am_Niederrhein.djvu/88&oldid=1118938 (Version vom 27.05.2010)