Steckbrieflich gesuchte Mord-Brenner
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| Autor: |
Herzog August von Sachsen-Weißenfels (1614-1680) |
| Titel: |
VOn Gottes Gnaden / Augustus / Postulirter Administrator des Primat- und Ertz-Stiffts-Magdeburg / Hertzog zu Sachsen / Jülich / Cleve und Berg [...] Bey Uns ist glaubwürdiger Bericht eingelauffen [...] |
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| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
8. März 1680 |
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| Erscheinungsort: |
Halle |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
im VD17 unter der Nummer 3:320019V Scans auf Commons |
| Kurzbeschreibung: |
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Weitere Einblattdrucke
Siehe auch Kriminalitätsgeschichte |
Artikel in der Wikipedia
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[1]
VOn Gottes Gnaden / Augustus
Postulirter Administrator des Primat- und Ertz-
Stiffts-Magdeburg / Hertzog zu Sachsen /
Jülich / Cleve und Berg / etc.
BEy Uns ist glaubwürdiger Bericht eingelauffen / daß eine Zeithero durch Schlesien und die angräntzende Lande unterschiedliche Mord-Brenner[1] sollen passiret, auch in dem Städtlein Rauden / zwey von solcher angegebenen grossen Gesellschafft inhafftirt seyn / welche folgende Personen nahmhafft gemacht / und beschrieben:
1. Gregorn den Vornehmsten / einen langen greulichen lahmen Kerl / weislichter Haare / mit einem langen Barte / oben wie ein Polnischer Knebel / in einer weissen zurissenen ober- und schwartzen Unter-Plande auch weissen Strümpfen.
2. Jacob Wursten / eine lange dicke Person mit krummen Füssen und Händen[2] in schwartzen Haaren / einen grossen Polnischen Knebel-Bart / ohne Unter-Kleid / in einem langem grawen Tuch-Rocke.
3. Waillert oder Valtin / einen langen Kerl / so nur ein Auge und kurtze schwartze krause Haar ohne Bart hat / in einen schwartz grauen Rock mit Meßingen Knöpffen und rothen Aufschlägen.
4. Miogaylsskii, einen langen Kerl mit schwartzen glatten Haaren / in einem schwartzen Polnischen Ober-Rocke und Deutschen grauen Unter-Rocke.
5. Einen blinden nicht gar zu lahmen und etwas alten Kerl mit einem schwartzen Ober-Barte / aus Reussen gebürtig / den sie unter sich Spiritus nennen / und einen Zippel-Peltz tragen soll / wann er auf den Jahrmärckten were / zöhe er sich nackend aus / und gienge mit Teufels-Künsten umb / unterrichtete die Bettel-Jungen in der Mord Brennerey / Aller massen der eine gefangenen zu Rauden / so dessen Junge gewesen / ausgesaget / hätte ein Weib und zwey Knaben / Sebastian und Jacob genant / bey sich / die ihn führten.
[2] Dieweil nun solchen leichtfertigen Gesindlein sehr nachgetrachtet wird; So befehlen Wir hiermit gnädigst / wolle an denen anvertrauten Orten auch in den Gasthäusern und Schenckstädten uff dergleichen Volck fleißig acht haben / und wo ein oder der andere von dergleichen Gesellschafft über kurtz oder lang betreten werden solte / sie oder ihn zur gefänglichen Hafft bringen lassen / und es zu weiterer Anstalt zu Unserer Ertz-Stifft. Regierung schleunig berichten. Daran geschicht Unsere gnädigste Meynung. Sind mit Gnaden geneigt. Datum Halle / den 8. Martii Anno 1680.
Anmerkungen (Wikisource)
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