Teutscher Nation Heiligkeitt: Santen

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Textdaten
Autor: Matthis Quaden von Kinckelbach
Titel: Santen
Untertitel:
aus: Teutscher Nation Heiligkeitt. Ein ausßfuhrliche beschreibung des gegenwertigen alten vnd vhralten Standts Germaniae. S. 318
Herausgeber: Wilhelm Lutzenkirchens
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1609
Verlag:
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Erscheinungsort: Köln
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Friedrich Gorissen: Florilegium Xantense. ISBN 3792708086 S. 39
Kurzbeschreibung: Beschreibung der Stadt Xanten
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(Santen.) Santen, (welches etliche Xanten schreiben), auch eine schone Statt auff der linken seiten des Rheins, welche ihrer altheit vnd Antiquitet noch teglich viel warzeichen gibt: vnd sonderlich bezeugt solches der Stein zu Latein tophus genannt bey den Einwonern Duuenstein (welches auch scheinet gebrochen zu sein aus Tophenstein) vnnd wirdt dessen ein grosse menge alda gefunden, dan die Ackerleuth im bawen diese Steine heuffig versamlen vnd bewaren, sie alsdan den Brabenderen vmb ein gros (Toeffstein.) gelt verkauffen welche fort köstliche maurstein daraus bereiten vnd man helts dafur das derselbigen art auch keine anderswa mehr gefunden werden vnd wirdt von ihnen Darast genant dan hie mit werden auch die wassergraben vnd canalen oder roer bißweilen auch gantze gewelb vnder der Erden bewaret vnnd dicht gemacht das das wasser keinen durchgang an jhnen haben möge. vnd wirdt hie mit bestrichen vnd befestiget alles was man mit gewisser dichtigkeit vnd (Darast aus Toeffstein gemacht.) Festigkeit wil bewaret haben; dan der gyps oder Kalck dieser Steine allen anderen maurungen vnd schmirungen weit vorgehet. der stein ist etwas aschenferbig locherig vnd sehr hart: vnd man helts dafur das die Römer hin vnd wider vff diesem ort etliche starcke Heuser vnnd Vestungen von diesen furernanten steinen gebawet haben dieweil kundig das der stein an diesem ort nit waxe sonder anderstwaher hiehin gefuert sej worden. Man hat aber diese steine auch kurtzlich bey Neumagen in der Erde gefunden allda man etliche derselben stükker außgegraben welche in ihrer viereckeren länge funff füß begriffen. dieweil aber dieser stein löchericht ist gleich ein schwam oder reibstein so man in den etlichen batstuben siehet welche auch vff etlichen orten die Schlächter gebrauchen die Sew auswendig damit zu schaben: so kan man nit leichtlich einige Buchstaben oder andere zeichen darin hawen. Man hat aber nahe dabey gebackene stein gefunden in welchen mit Römischen littern etliche monumente eingehawn waren vnnd werden dieselbe allein in einer rechten linien vnden an einem Berg bey dem Flus die Meer genant ausgegraben. daher man vermuthen kan es mussen entweder einige Vestungen oder andere gebew von denselben steinen alda gestanden haben. Ja auch das Schlos zu Neumagen welches durch altheit verfallen vom Carolo Quinto wider erbawet worden war von eitel solchen steinen auffgefuhret.
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