Topographia Palatinatus Rheni (Rheinpfalz): Schönau

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Topographia Germaniae
Schönau
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1645, S. 79.
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[79]
Schönau.

Ein vor Zeiten überauß schönes / reiches und herrliches Kloster / Cistercienser Ordens / zu Ende / des Odenwalds / eine grosse Meil Wegs / oder 2. gute Stund von heydelberg gelegen / so von Buggone, Bischoffen zu Wormbs / Anno 1135. wie Trithemius in der Hirschauischen Chronic schreibet / (wiewol der fundations Brieff vom Jahr 1142. sagen solle /) zu Ehren der Mutter Gottes / durch Anleitung und Hülffe des H. Bernhardi / (so ihme einen Abbt und Brüder / auß dem Kloster Clarenthal zu nehmen / vergönnt hat /) gestifftet / und nur sehr vielen Gütern / Gerechtigkeiten und Renten / etc. begabt worden ist; darinn auch der Stiffter / neben vielen Chur- und Fürstlichen Personen / und darunter auch Pfaltzgarf Heinrichs / Käysers Othonis IV. Bruders Söhnlein / Heinrich der Jüngere (siehe was Brunners part. 3. Annal. Bojorum pag. 659. hievon wider Freherum schreibet /) ihre Begräbnuß bekommen haben. Chur-Pfaltz hat folgends viel / so wegen der Religion auß Niederland gezogen seyn / dahin gesetzt / daß es mit der Zeit wie ein kleines Städtlein alda außgesehen hat. Besagtes Kloster aber ist jetzo alles / sampt den Grabschrifften verwüst / verderbt / und zerstöhrt.


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