Uebersetzungen aus Catull

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
 
Wechseln zu: Navigation, Suche
Textdaten
<<< >>>
Autor: Konrad Schwenck
Titel: Uebersetzungen aus Catull
Untertitel:
aus: Wünschelruthe - Ein Zeitblatt. Nr. 44, S. 173
Herausgeber: Heinrich Straube und Johann Peter von Hornthal
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1818
Verlag: Vandenhoeck und Ruprecht
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Göttingen
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bild
{{{EXTERNESBILD}}}
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[173]
Uebersetzungen aus Catull
von Konrad Schwenk.




1.

An Lesbia.

Wie viel, fragest du, mir von deinen Küssen
Wohl, o Lesbia, sey’n genug und drüber?
Also mächtig die Zahl Libysser-Sandes
Liegt auf Silphionreichen Aun Kyrenes,

5
Zwischen Jupiters glühem Weissagtempel,

Und dem heiligen Grab des alten Battus;
Und wie viele der Stern’ in stillen Nächten,
Auf der Menschen verstohlne Liebe blicken;
Also viele der Küsse dich zu küssen,

10
Ist dem tollen Catull genug und drüber,

Die kein Neidischer jemals zählen könnte,
Noch mit freveler Zunge sie bezaubern.






2.

An sich selbst.

Schon bringt wieder der Lenz die milden Tage,
Schon verstummet die Wuth des Winterhimmels,
Vor des Zephyrus holdem Windgesäusel.
O Catullus, es thaun die Phryger-Anger

5
Sammt des glühen Nicäas reichen Feldern,

Auf! zu Asias hellen Städten eile!
Schon erwachen in Eifer froh die Füße.
Lebet alle mir wohl, ihr holden Freunde,
Welche fern von der Heimath weggewandert

10
Mannigfaltige Wege führen heimwärts.