William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CLIV

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CLIV.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 79
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bohn
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Quelle: Google und Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Der kleine Liebesgott legt’ einst im Schlaf
Zur Seite sich den herzerglüh’nden Brand,
Als eine Schaar von Nymphen auf ihn traf,
Die ew’ge Keuschheit schwur. In ihre Hand

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Die schönste Spröde nahm den Feuerstrahl,

Der viele treue Herzen einst entzündet;
Und so der Feldherr aller Liebesqual
Entwaffnet sich von Mädchenhänden findet.
Drauf löschen sie den Brand in kühler Fluth,

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Die gleich von Liebesfeuer heiß entbrannte;

Sie ward ein Bad, und heilt mit ew’ger Gluth
Die Kranken. Ich doch, der die Liebe kannte,
     Sucht’ Heilung dort, und mußt’ es leider fühlen:
     Das Herz kann liebentbrannte Fluth nicht kühlen.

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