William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXIX

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CXIX.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 62
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bohn
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Quelle: Google und Scan auf Commons
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Wie trank ich Becher voll Sirenenthränen,
Gebraut in Kesseln voller Höllengraus,
Da Furcht und Hoffnung abwechselnd mich höhnen,
Gewinn ich mißte, denn ich sah voraus!

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In welchem Irrthum war mein Herz befangen,

Da es gedacht, so würd’ es nie beglückt!
Wie hat mein Aug’ an andrer Sphär’ gehangen,
In dieser tollen Fiebergluth entzückt!
O Heil des Uebels! Jetzt hab’ ich’s erschaut,

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Daß Böses nur das Beßre besser macht;

Zerstörte Liebe, wieder neu erbaut,
Mit süßern Lippen als zuvor uns lacht.
     Verwiesen kehr’ ich um zu meinem Glück,
     Gewinn’ durch Böses dreimal mehr zurück.

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