William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXLIX

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CXLIX.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 77
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Kannst, grausam, sagen du, ich lieb’ dich nicht,
Da deine Seit’ ich nehme gegen mich?
Denk’ ich nicht dein, wenn gegen mich die Pflicht
Ich selber mir verweigre, nur für dich?

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Wer hasset dich, der mir noch Freund geblieben?

Wem zürnst du, dem ich zugewandt mein Herz?
Wenn du mir grollst, hab’ ich nicht selbst betrieben
Die Rach’ am eignen Selbst mit Klag’ und Schmerz?
Hab’ je ich ein Verdienst an mir gepriesen,

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Das dir zu dienen nicht begehrt als Glück?

Da deinem Fehl selbst Ehre stets erwiesen
Mein beßres Theil, beherrscht von deinem Blick.
    Doch hasse, Lieb, mich, ich verstehe dich,
    Nur Sehende liebst du, und blind bin ich.

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