William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXLVI

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CXLVI.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 75
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Des sünd’gen Leibes Mittelpunct, o Seele,
Genarrt durch deiner trotz’gen Diener Pracht,
Wie duldest du’s, daß dir die Nahrung fehle,
Da, so geschmückt, die äußre Hülle lacht?

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Da du so arm, warum so viel verwenden

Auf des baufäll’gen Hauses äußern Schein?
Willst du’s für Würmer also schön vollenden,
Die dich beerben? kann dein Ziel das sein?
Leb’, Seele, drum von deiner Knecht’ Entbehren,

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Laß darben sie zu deinem eignen Heil,

Gieb hin den äußern Glanz für ew’ge Ehren,
Wenn minder prächtig auch dein äußres Theil.
    Leb’, du vom Tod, der sich von Menschen nährt;
    Ist todt der Tod, das Leben ewig währt.

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