William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXXII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CXXII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 63
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[63]

Fest steh’n die Tafeln, die du mir verehrt,
In meinem Haupt dem Andenken geweiht;
Sie sollen ragen über niedern Werth
Durch alle Zeit bis in die Ewigkeit.

5
Zum wenigsten so lange Herz und Haupt

Fortblüh’n in der naturgemäßen Kraft,
Bis seinen Theil von dir ein jedes raubt,
Wird nichts von der Erinnerung gerafft.
So viel schließt nicht solch arm Behältniß ein,

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Noch wünsch’ ein Kerbholz deiner Lieb’ ich her;

Es hinzugeben konnt’ ich ruhig sein,
In diesen Tafeln blieb von dir mir mehr.
    Braucht’ ich gar Hülfe, deiner zu gedenken,
    Würd’ ich mich selber als vergessen kränken.

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