William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXXVII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CXXVII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 66
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Vor alter Zeit ward Schwarz nicht schön erachtet,
War’s, trug es doch der Schönheit Namen nicht;
Doch nun wird Schwarz als Schönheitserb’ betrachtet,
Und Bastardschmach entstellt ihr Angesicht.

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Seit jede Stümperhand Natur sich glaubt,

Das Häßliche verschönt mit falschem Schein,
Ist Anmuth ihres Namens Weih’ beraubt,
Muß hingegeben schnödem Hohne sein.
Drum rabenschwarz sind meines Mädchens Augen,

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Als hätten Trauerkleid sie angethan,

Um die, die unschön, keine Schönheit brauchen,
Die Schöpfung lästern mit der Falschheit Wahn;
    Doch so verkläret sie der Trauer Pracht,
    Daß Jeder ruft: das ist der Schönheit Macht!

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