William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXXX

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CXXX.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 67
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Des Liebchens Augen gleichen Sonnen nicht,
Ihr Mund, er ist so roth nicht wie Korallen,
Ihr Busen dunkel bei des Schnees Licht,
Wenn Locken Schlingen, schwarz die ihren wallen.

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Wohl hab’ ich Rosen, roth und weiß geseh’n,

Doch also hold nicht Ihre Wangen blüh’n;
Des Liebchens Athem duftet nicht so schön,
Als Weihrauchdüfte, die die Luft durchzieh’n.
Ich höre gern sie sprechen, - ich weiß doch,

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Daß die Musik weit schönern Wohlklang hat;

Nie sah ich eine Göttin sehen noch, -
Doch stets mein Liebchen noch den Boden trat;
    Doch acht’ ich jeder Andern gleich sie werth,
    Die je mit falschem Gleichniß man geehrt.

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