William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett II

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett II.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 3
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Wenn eine vierzig Winter lange Zeit
In deiner Schönheit Feld furcht tiefe Spur,
Ist welkes Kraut der Jugend stolzes Kleid,
Jetzt hoch bestaunt und dann verachtet nur.

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Gefragt dann: wo blieb deiner Schönheit Glück,

Wo all’ der Schatz aus schöner Tage Traum?
Zu sagen: in dem eignen hohlen Blick –
Das wäre Schimpf und leeren Ruhmes Schaum.
Gebrauch der Schönheit doch ist mehr Ruhm werth,

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Wenn du einst sagst: – von meinem Sprößling hier

Sei Rechnung und Entschuldigung gelehrt –
Denn einst gehörte seine Schönheit dir.
    Das gäbe neues Leben, bist du alt,
    Und warmes Blut dir, wenn schon deines kalt.

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