William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett LI

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett LI.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 28
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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So kann die Lieb’ verzeih’n gemaches Weilen,
Des trägen Pferdes, wenn von dir ich zieh’;
Wie sollte Trennung ich von dir beeilen? –
Bis heim ich kehr’, ist Hast verlorne Müh’.

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Doch wird mein armes Thier Entschuld’gung finden,

Wenn träg’ erschiene mir der schnellste Flug?
Ich würde spornen, ritt’ ich auch auf Winden,
Beschwingt wär’ luft’ge Eile nicht genug.
Mit meinem Sehnen nimmt kein Roß es auf,

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Drum mag Sehnsucht, die heißer Lieb’ entsprungen,

Nicht langsam Fleisch befeuern meinen Lauf –
Verzeihung hat mein Roß der Lieb’ entrungen.
    Verdrossen hat es mich von dir getragen,
    D’rum, eil’ ich zu dir, geh’ es nach Behagen.

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