William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett LXVIII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett LXVIII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 36
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Ein Bild zeigt sein Gesicht von jenen Tagen,
Als Schönheit lebt’ und starb der Blume gleich,
Eh’ falscher Bastardschein es durfte wagen,
Des Lebens Stirne zu verzieren reich;

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Bevor der Todte her noch mußte geben

Sein goldnes Haar, verfallen schon dem Staub,
Zum zweiten Mal auf zweitem Haupt zu leben,
Eh’ todter Reiz des Fließes ward beraubt.
Er malt die heil’ge Zeit, die uns entrückt,

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Wie ohne Prunk ihr Selbst sich wahr bewährt;

Nicht fremdes Grün hat seinen Lenz geschmückt,
Nicht neuen Glanz ihm alt Gewand bescheert;
    Ihn hat als Bild sich aufgespart Natur,
    Der Kunst zu zeigen früher Schönheit Spur.

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