William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett LXXIX

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett LXXIX.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 42
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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So lang allein ich deine Hülf’ erfleht,
Hast Anmuth meinem Verse du verliehen;
Doch jetzt ist ganz mein süßer Sang verweht,
Die kranke Muse muß vor Andern fliehen.

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Gesteh’ ich’s: es verdient dein holdes Wesen,

Daß würdigerer Meister hold es malt;
Doch was dein Dichter Hohes dir erlesen,
Ist Raub an dir, den wieder er nur zahlt.
Er leiht dir Tugend, und er hat entrafft

10
Das Wort aus deinem Herzen; giebt Anmuth

Dir, die auf deiner Wange glüht; erschafft
Den Ruhm, der deines Lebens eignes Gut.
    Drum dank’ ihm nicht für das, war er dir singt,
    Da du bezahlt den Zoll, den dar er bringt.

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