William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett LXXXIII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett LXXXIII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 44
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Der Farbe Mangel merkt’ ich nie an dir,
Nicht wollt’ ich drum als Farbenbild dich malen;
Du übertriffst, so offenbart sich’s mir,
Den winz’gen Zoll, den Dichtung dir kann zahlen.

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Daher war lässig ich in deinem Ruhm,

Daß selbst du durch dein Wesen mögst erproben,
Wie schwach sich zeigt das neue Dichterthum,
Das würdig deinen Werth versucht zu loben.
Dies Schweigen hast als Sünde du getadelt,

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Doch ist’s mein höchster Stolz, daß stumm ich blieb;

Denn Schönheit hab’ ich schweigend nicht entadelt,
Wenn lauter Preis sie zur Erstarrung trieb.
    Dein schöner Augenstern mehr Gluth versendet,
    Als je dein Dichterpaar dir preisend spendet.

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