William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett LXXXIX

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett LXXXIX.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 47
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Erzähl’, daß mein Verschulden uns entzweit,
Und deines Urtels Kraft will ich bezeugen,
Schilt lahm mich, hinkend bin ich gern bereit,
Ergeben will ich deinem Spruch mich beugen.

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Du kannst nicht, Freund! nur halb so arg mich schmäh’n,

Als ich, den Sinneswechsel zu beschönen;
Dir zu Gefallen will ich fremd ausseh’n
Gewohnte Lieb’ erdrückend selbst verhöhnen;
Nicht folgen will ich deiner Spur, nicht soll

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Dein süßer Nam’ auf meinen Lippen klingen,

Damit ihm nicht entgeh’ der Ehrfurcht Zoll,
Wenn alte Gunst zur Sprach’ ich wollte bringen.
    Die Klage will ich gegen mich selbst verfassen:
    Nicht lieben mag ich, wen du wollest hassen

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