William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett LXXXVI

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett LXXXVI.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 45
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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War’s seines Verses stolzes Segel, fliegend
Geblähet deinem theuern Preise zu,
Das reifes Lied mir hielt im Hirn versiegend,
Dem ungebornen Sang lieh Grabes Ruh’?

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Ist es sein Geist, von Geisterhand geleitet

Zur Sternenhöhe, der die Kraft mir bricht?
Nein! nicht er, noch der mächtig ihn begleitet,
Als treuer Helfer, schrecket mein Gedicht.
Nicht er, noch sein geschwätz’ger Spukkobolt,

10
Der nächtlich necket ihn mit Hochgedanken,

Mein Schweigen ist nicht ihrem Sieg gezollt,
Nicht Furcht vor ihnen ließ mein Herz erkranken.
    Was mich verstummen ließ, was tief mich drückte –
    Dein Beifall war es, der sein Lied beglückte.

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